Die Schätze der Sant'Eulalia.

Es war der 13. Januar 1990 als ein zufälliger Fund eines Brunnens zu weiteren Ausgrabungen... unter der Sakristei der Kirche Sant'Eulalia geführt hat.

Nach 18 Jahren Ausgrabungsarbeiten ist schließlich ein archäologischer Komplex ans Licht gekommen, mit einer Fläche von 840 m². Ein öffentlicher Stadtteil, welcher sich am äußersten östlichen Ende der alten Karalis befand, noch vor dem Suburbium.

Der unterirdische Weg, welcher bereits 1996 begehbar war, wurde, dank der Finanzierung von Seiten der Gemeinde Cagliari, ausgebaut und funktionsfähiger gestaltet, und beispielsweise mit kleinen Vitrinen und erläuternden Schildern versehen. "Es war ein zyklopisches Unterfangen für unsere Pfarrgemeinde", bemerkt der Bürgermeister Emilio Floris, welcher heute morgen gemeinsam mit der Direktorin des Sektors für Bürgerdienste, Ada Lai, den Komplex besucht hat. "Dieser unterirdische Museumsbesuch ist einer der vielen Möglichkeiten, die unseren Mitbürgern zur Verfügung gestellt werden".

Der Weg ist bereits jetzt zum Großteil auch körperbehinderten Mitmenschen zugänglich und wird in Kürze auch virtuell und interaktiv gestaltet. Währenddessen führen die Archäologen ihre penible Datenbearbeitung

Der interessanteste Fund ist eine Loge mit Bogengängen aus dem IV. Jahrhundert n.Chr., mit außerordentlichen Ausmaßen: 8 Meter breit und 25 Meter lang. "Ein Bogengang mit Säulen - erklärt die leitende Direktorin, Donatella Mureddu, - welcher zur Zierde diente und dem Hafenbereich einen monumentalen und szenographischen Anschein gab". Des Weiteren wurde auch eine gepflasterte Straße, welche damals zum Meer führte, ausgegraben, flankiert von zwei Gebäuden, einem Hof und einer Kloake, welche nach einer Überschwemmung ungenutzt blieben.

"In diesen 18 Jahren hat die Pfarrgemeinde über 2.500.000 Euro investiert, um 6.500 Kubikmeter Erde ausgraben zu können", erklärt der Pfarrer von S. Eulalia, Don Mario Cugusi. "Dies ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen Personen, die mit großer Anstrengung und Enthusiasmus bei der Sache waren: die Pfarrgemeinde, das Denkmalsamt, und die Unmengen an Studenten der Universität von Cagliari, die seit über 10 Jahren mit uns zusammenarbeiten. Die Kirche S. Eulalia ist nun geadelt mit dieser Stätte, die wir mit Freude unseren Mitbürgern vorzeigen".